Vorbilder für besseres Schreiben

Diese Zitate sollen Beispiele geben, wie ein Sachverhalt sprachlich möglichst klar und anschaulich dargestellt werden kann. Natürlich muss die zeitbedingte Form bedacht werden. Solche Vorbilder (von denen hier nur eine lächerlich schmale Auswahl vertreten ist) schenken uns Kriterien für sprachliche Schönheit, Präzision und Ökonomie. Sie sind eine wichtige Instanz bei der Beurteilung, was gut und was weniger gut formuliert sein könnte. Hier werden auch Zitate aufgenommen, die ursprünglich nicht auf Deutsch geschrieben wurden und übersetzt sind oder zunächst in eine andere Sprache übersetzt und bearbeitet und dann rückübersetzt wurden. Beachten Sie, dass jeweils die Orthografie der Textquelle beibehalten wurde.

Herkunftsnachweise:

Heinrich von Kleist (zugeschrieben): Miszelle, 22. Berliner Abendblatt, 25.10.1810, gezeichnet Vx. Heinrich von Kleist, Werke und Briefe in vier Bänden. Hg.v. Siegfried Streller u.a., Berlin: Aufbau (4) 1995, 3. Band, S.349

Georg Büchner: Lenz, in: Georg Büchner, Werke und Briefe, nach der historisch-kritischen Ausgabe von Werner R. Lehmann, kommentiert von Karl Pörnbacher u.a. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 1987 (8), 69-70

Heinrich Heine: Korrespondenzartikel vom 20.11.1840 für die Augsburger “Allgemeine Zeitung”. Sämtliche Schriften, hg.v. Klaus Briegleb, 5. Band, München: dtv 2005, 149

Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, in: Marx Engels Werke, Band 4, 1846-1848, Berlin: Dietz 1974, 459-93, zit. Projekt Gutenberg (zuletzt 27.10.2012)

Gottfried Keller: Der grüne Heinrich. Stuttgart: Vieweg 1879/80 (2. Fassung), 4.Band, 6.Kap.: Heimatsträume, 135, zit. Walter Morgenthaler, http://www.gottfriedkeller.ch/GH/GH_Parallel.htm (zuletzt 27.10.2012)

Sigmund Freud: Einige Charaktertypen aus der psychoanalytischen Arbeit, in: Der Moses des Michelangelo. Schriften über Kunst und Künstler. Frankfurt/Main: Fischer Taschenbuch 2004 (3), 99

Max Frisch: Aus: Tagebuch 1966—1971, in: Schweiz als Heimat? Hg. v. Walter Obschlager. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1991 (2), 280-81